Barbara Keller-Inhelder
Kampfhunde Verbot  
17. Dezember 2005
Erschienen in: Linth-Zeitung, St. Galler Tagblatt, Obersee Nachrichten

Es gibt keinen, aber wirklich gar keinen Grund für mich, warum Pitbulls und ähnliche Kampfhunde in der Schweiz zugelassen werden sollen. Pitbullterrier werden ausschliesslich für den Kampf gezüchtet, sind genetisch geprägt und bergen ein gigantisches Gefahrenpotential.

Einmal mehr hat die Politik Hemmungen am falschen Ort. Zahlreiche bewährte Hunderassen bereiten seit Generationen vielen Familien und auch älteren Menschen Freude und sind erfahrungsgemäss selten bis nie in wirklich dramatische Szenarien verwickelt. Reicht diese Auswahl nicht? Warum steht der unvernünftige Wunsch von nachweislich zweifelhaften Personen nach Kampfhunden über der Sicherheit und dem allgemeinen öffentlichen Interesse der normalen Bevölkerung?
Ich will weder im Bus noch im Zug noch sonst irgendwo mit einem Pitbull konfrontiert werden, auch nicht wenn er gerade einen Maulkorb trägt und am anderen Ende der Leine ein Halter vorhanden ist. Die Tatsache, dass ein solcher Hund hier existiert, birgt allein ein allzu grosses Gefahrenpotential, denn schliesslich sind die Kampfmaschinen bei fast allen Zwischenfällen dem Halter „entwischt“ (ach ja?), wie auch im jüngsten grauenvollen Drama um den sechsjährigen Buben.

Weder die diskutierte Hundehalterprüfung noch Restriktionen bei der Zucht, und schon gar nicht „eine Studie über die Hundepopulation“ die „das Ausmass der Bedrohung“ abklären soll (und die im Kanton Zürich allein 127'000 Franken gekostet hätte) würde uns tatsächlich vor den schlimmen Übergriffen schützen. Wir müssen nicht Pudel und Dackel registrieren, und einen Riesenaufwand in der Verwaltung generieren, sondern (sehr kostengünstig) ein totales Einfuhr-, Züchte- und Halteverbot für die nachweislich gefährlich gezüchteten Kampfhunde umsetzen, und zwar möglichst sofort.

Barbara Keller-Inhelder, Kantonsrätin CVP, Jona

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